Vorstellung des Teams – Christian Pollek

Interview mit  Christian Pollek

Diesmal möchten wir euch unseren Techniker und Gerätewart im Future Learning Lab, Christian Pollek, vorstellen. Christian war bereits im Pilotprojekt EduMakerSpace Favoriten 2020/21 mit dabei, ist für die Instandhaltung der Geräte verantwortlich und hält Geräteworkshops und Schulungen für Lehrpersonen ab.

Freitags ist er im Rahmen des Open Fridays, einem Angebot des EduMakerSpace im CHANGE!, im Future Learning Lab Wien in der Daumegasse 5 anzutreffen, wo er Lehrenden gerne die technischen Geräte zeigt und erklärt sowie Hilfestellungen bei Problemen gibt. An Montagen können mit ihm nach Absprache  Termine vereinbart werden.

  • Wie lange schon und warum beschäftigst du dich mit Making und Tinkering? Wie bist du auf Making/Tinkering gestoßen?

Schwierig zu sagen wann ich begonnen habe, da ich immer schon gerne gebastelt und experimentiert habe. 2014 habe ich mir meinen 3D Drucker daheim gebaut – also kann man sagen, dass ich ab da auf jeden Fall in dem Thema drinnen war. Um 2016 herum habe ich für ein Projekt des Happylab Wien eine Trainerschulung gemacht und war damit auch im Thema Makereducation. Seit 2017 bin arbeite ich am Future Learning Lab und bin hier noch mehr in das Thema eingestiegen.

Was sind die Herausforderungen des Makerspace-Unterrichts an Schulen? Wie würdest du sie lösen bzw. welchen Rat würdest du Lehrenden geben, die Makerspace-Unterricht an ihrer Schule testen wollen?

Ein großes Hindernis ist oft der Wille und das Selbstvertrauen der Lehrpersonen, etwas Neues auszuprobieren. Deshalb finde ich es so toll, so viele topmotivierte und kreativ-innovative Lehrpersonen im EduMakerSpace im CHANGE! zu haben. Ein weiteres Problem sind oft die Geräte und das notwendige Knowhow, um sie sinnvoll zu nutzen. Hier konnte und kann das FLL mit dem EduMakerSpace Pilotprojekt und dem aktuellen EduMakerSpace im CHANGE! unterstützen.

Wer kann sich in einem Makerspace beteiligen? Für wen sind Makerspaces und die Methoden und Techniken daraus geeignet?

Ich denke, dass jede*retwas aus dem Makerspace und vor allem aus den darin verwendeten Denkmethoden mitnehmen kann. Was dieser Schatz ist, kann sehr unterschiedlich sein. Ein Volksschulkind nimmt vom Programmieren mit der Stickmaschine etwas ganz anderes mit als ein*e ehemalige*r Bildhauer*in von seinen/ihren ersten Erfahrungen mit 3D Druck.

Wie sind deine Erfahrungen bezüglich Tinkering-Workshops mit Kindern und Erwachsenen? Haben die unterschiedliche Zugänge? Und falls ja, wie unterscheiden sich ihre Herangehensweisen an das Thema voneinander?

Ich finde, man sieht schon einen großen Unterschied bei Kindern unterschiedlichen Alters. Je jünger, desto offener und experimentierfreudiger sind sie. Leider scF7F1D0heinen sie über die Jahre ihre Kreativität zu verlieren oder zu verstecken. Gerade bei Tinkering, wo der Weg einen höheren Stellenwert als das Ziel hat, ist es für Erwachsene und ältere Kinder oft eine neue Erfahrung und Herausforderung, nicht mit einer Schritt für Schritt Anleitung zu arbeiten.

Falls du beim Pilotprojekt EMS1 2020/21 dabei warst: Was waren für dich die schönsten Momente? Was war der Outcome? Was hast du für dich dabei erfahren/gelernt? 

Ich habe unglaublich viel und Unterschiedliches gelernt, unter anderem wie man über Videokonferenzen Making erklären kann. Sehr schön war der gemeinsame Besuch der Ars Electronica.

Was erwartest du dir vom Folgeprojekt EMS Favoriten?

Mehr großartige Zusammenarbeit mit Schulen, tolle Schülerinnen-Projekte und tolle Veranstaltungen.

Was ist deine Aufgabe im Projekt?

Die Technik, von Geräte-Einschulungen über Entwicklung von Lernszenarien bis zur Unterstützung von Lehrpersonen, wenn sie Wünsche oder Probleme im Bereich Making und Makereducation haben.

Mit welchen Geräten/Techniken arbeitest du im Makerspace am Liebsten und warum?

Ich arbeite gerne mit allen Geräten und das Lieblingsgerät ändert sich immer wieder. Momentan sind es 3D Drucker und digitale Stickmaschinen. Ich finde es faszinierend, was die weltweite Community mit diesen Geräten erschafft.

Wofür brennst du?

An der vordersten Front neuer Technologien zu sein und herauszufinden, wie man diese am besten einsetzt und welche wichtigen Fähigkeiten man damit erlernen/erfahren kann.

Was ist dein Go-To-Einstiegsprojekt (Lernkonzept), das du allen Lehrenden empfehlen kannst, die beginnen wollen, Makerspace-Technologie und Didaktik in ihren Unterricht zu integrieren?

Ich denke es kommt auf die Person an. Print&Cut auf dem Plotter ist sehr einfach und für viele Lehrpersonen sehr hilfreich. Grundlagen des 3D Design in TinkerCAD ist aber auch ein guter Einstieg.

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