1    ALLGEMEINES

Was kann man sich unter einem Maker Space vorstellen?

Ein Maker Space ist eine Werkstatt mit zeitgemäßen, analogen und digitalen Werkzeugen für die Herstellung von Prototypen und Einzelstücken. Typische Geräte im Maker Space sind

für die VS:  „Tüftel-Labor“ von Technologykids (zB Kritzelmaschine, mechanische Automaten, down-hill-racing Challenge, Schaltkreise, etc. und HOORCH, eine interaktive Spiele- und Lernbox
Weitere Informationen:

https://www.technologykids.at/experimentierecke/
https://hoorch.phwien.ac.at/ (Eigenentwicklung der PH Wien)

Ab Sek 1: 3D-Drucker, Laser-Cutter, CNC-Maschinen, Pressen zum Tiefziehen oder Fräsen, um unterschiedliche Materialien und Werkstücke bearbeiten zu können („make almost everything“).

Ganz wichtig in der Maker-Szene sind der DIY (do it yourself)-Gedanke und der Community-Gedanke.

 

Was ist der „EduMakerSpace Favoriten“?

EduMakerspace Favoriten ist ein vom Verein zur Förderung digitaler Lernangebote ausgehendes Pilotprojekt, das von der Arbeiterkammer im Rahmen des Digitalisierungsfonds gefördert wird. Zu Beginn des Sommersemesters 2020 werden 12 Schulen (5 Volksschulen, 4 Neue Mittelschulen, 2 Allgemeinbildende Höhere Schulen, 1 Fachmittelschule/Polytechnische Schule) mit Maker Space-Equipment ausgestattet. Die Schulen werden über den gesamten Projektverlauf hinweg bei der Implementierung der neuen Technologien in den Unterricht betreut und organisieren sich in Lerngruppen. Die Laufzeit des Pilotprojekts ist von Februar bis Oktober 2020 angesetzt mit dem Ziel, Gelingensbedingungen für letztendlich alle Schulen in Wien Favoriten zu definieren, sie also ebenfalls mit einem Makerspace auszustatten und zu vernetzen (Ausbauphase).

 

Wer kann daran teilnehmen?

Schulen im 10. Wiener Gemeindebezirk Favoriten unter Abgabe eines aussagekräftigen Motivationsschreibens und Nominierung eines Projekteams (2-5 Lehrende) können am Projekt teilnehmen.

Aktuell werden keine neuen Schulen ins Netzwerk aufgenommen, allerdings können sich Schulen für Partnerschaften mit einer projektbeteiligten Schule bewerben.

 

Was bedeutet CoP?

CoP steht für Community of Practice und ist eine Vernetzungsmethode, welche auf Lernszenarien in der Gruppe zurückgreift. Durch diese Methode lernt eine Gemeinschaft von Personen, die vor ähnlichen Aufgabenstellungen steht, voneinander. Niemand soll sich während des Projektes alleine fühlen oder alle neuen Aufgaben alleine bewältigen. Alle Teilnehmenden können sowohl die positiven als auch die herausfordernden Momente mit der Gruppe teilen und gemeinsam wachsen.

 

Was ist ein 1K Maker Space?

Der 1K Makerspace wurde an der PH Wien gemeinsam mit dem FFL Wien entwickelt und auch auf Schultauglichkeit getestet;  1k bedeutet die Ausstattung für einen Maker Space um etwa 1000€ Anschaffungspreis und erlaubt die kostengünstige und unkomplizierte Anfertigung von hoch individualisierten Einzelstücken oder nicht mehr verfügbaren Ersatzteilen (Rapid Manufacturing).

Folgende Geräte sind in der Grundausstattung im 1K Makerspace enthalten und werden den Projektschulen  ab der Stufe SEK1 zur Verfügung gestellt:

  • Lasergravurmaschine
  • Schneideplotter
  • Transferpresse
  • 3D Drucker

Die Ausstattung für die Volksschulen wird individuell in Absprache mit den Schulen ausgewählt und kann auch Teile der SEK1 Ausstattung umfassen; weiters wird die an der PH Wien entwickelte Spiel- und Lernbox HOORCH allen teilnehmenden Volksschulen angeboten.

HOORCH ist eine interaktive und multimediale Spiel-und-Lernbox für Kinder. Sie besteht aus einem Minicomputer, sechs RFID-Readern, einem Mikrofon, zwei Lautsprechern und vielen blinkenden Lichtern und bunten Tasten.
HOORCH wurde am
ZLI der PH Wien als OpenSource-Forschungsprojekt entwickelt.

https://hoorch.phwien.ac.at/

 

Wie sieht der zeitliche Ablauf des Projekts aus?

Textfeld: Follow-up
Wie soll es weiter gehen?

 

Welches Ziel verfolgt das Projekt?

EduMakerspace Favoriten hat zum Ziel, 12 Schulen mit technischem Equipment auszustatten, um fächerübergreifendes Lernen anhand zunehmend digitaler Herstellungstechnologien zu ermöglichen und den Lernprozess im Umgang mit diesen Technologien an der Schule in vernetzten Lernaktivitäten zu begleiten und festigen. In weiterer Folge sollen alle Schulen des Bezirks Favoriten damit ausgestattet und auch vernetzt werden.

 

Kann eine Schule auch Teilnehmen, wenn kein eigener Raum für das Equipment zur Verfügung steht?

Ideen brauchen Raum und je mehr davon zur Verfügung steht, umso kreativer können Projektideen ausgelebt werden. Aber auch wenn an Ihrer Schule kein Raum zur Verfügung steht gibt es Möglichkeiten, wie beispielsweise mobile Maker Space Einheiten auf Rollwägen oder Kooperationen mit Schulen, um sich das Equipment/den Raum zu teilen.

 

in welcher Form muss eine Dokumentation abgegeben werden?

Der Austausch über die an der Schule durchgeführten Projekte und die Erfahrungen im Unterricht sind besonders wichtig. Die Form, in welcher Erkenntnisse, Projektideen und -erfahrungen kommuniziert werden kann sich je nach Projekt bzw. Fallbeispiel unterscheiden. Die mündliche Mitteilung und das Besprechen in der Gruppe sind ebenso essenziell wie Berichte über Soziale Medien und schriftliche Dokumentation oder Foto- und Videodokumentation. Dabei wird auf die Ressourcen der Schule Rücksicht genommen. Auch missglückte Versuche stellen ein Ergebnis dar und sind für die Weiterentwicklung neuer Konzepte und Projekte maßgeblich.

2      AUSSTATTUNG & EQUIPMENT

Wie kommt das Equipment an die Schule?

Ein Teil des technischen Equipments wird zum besseren Verständnis in den Räumlichkeiten des Future Learning Labs gemeinsam zusammengebaut. Im Rahmen des Projekts steht vor allem das Erleben im Vordergrund, weshalb es empfehlenswert ist, das Equipment selbst (vielleicht sogar mit den Schülerinnen und Schülern) zusammenzubauen. Das EduMakerspace Favoriten-Team unterstützt alle Aufbau- und Instandhaltungsarbeiten mit seiner Expertise.

Damit es dann auch heil an der Schule ankommt, stellt EduMakerspace Favoriten bei Bedarf den Transport zur Verfügung.

 

Was geschieht am Ende des Pilotprojekts mit dem Equipment?

Unter der Voraussetzung, dass die Schule weiterhin Einsatzmöglichkeiten für die Geräte sieht, sich ein Team darum kümmert und die Ergebnisse/Erkenntnisse auf Anfrage mitgeteilt werden, bleiben diese an der Schule. Ansonsten werden die Geräte gerne zurückgenommen und weiteren Schulprojekten in der Zukunft zur Verfügung gestellt.

 

Wie hoch sind die Kosten für zusätzliches Arbeitsmaterial?

Je nachdem, mit welchem Gerät gearbeitet wird, ist Zusatzmaterial notwendig. Wenn beispielsweise für den 3D-Drucker weiteres PLA Filament benötigt wird, betragen die Kosten pro Kilogramm zwischen 25 und 30 Euro. Je nach Größe der Werkstücke, können mit einem Kilogramm Filament ca. 100 – 200 Prototypen erzeugt werden. Die anfallenden Kosten für das Arbeitsmaterial sind Teil des Projektbudgets pro Schule (€ 1.200 pro VS und € 2.000 ab SEK1) und ausreichend einkalkuliert.

 

Gibt es auch nachhaltiges Material für den 3D-Drucker?

Das Material, mit dem der 3D-Drucker arbeitet, kann aus unterschiedlichen Materialien hergestellt werden. Der Grundstoff für das PLA(Polylactid)-Filament, welches in diesem Projekt empfohlen wird, basiert auf Milchsäure aus Maisstärke. Wir arbeiten somit mit nachwachsenden Rohstoffen.

 

An wen kann ich mich wenden, wenn die Geräte gewartet werden müssen?

Falls ein Gerät Wartung innerhalb der Pilotphase benötigt, bitten wir darum, nicht zu zögern und die eigens von uns eingerichtete Hotline zu kontaktieren oder eine Mail an makerspace@futurelearning.at zu senden. Wir setzen uns daraufhin ehest möglich mit dem Projektteam an der Schule in Verbindung. Darüber hinaus verfügen die Geräte über eine mindestens 2-jährige Garantie.

 

Wie gehe ich im Schadensfall vor?

Im Fall von Beschädigung der Geräte durch eine Person, ist es ratsam, den Fall über die personenbezogene Haushaltsversicherung zu klären. Die Geräte beinhalten im Fall sonstiger, nicht durch Personen verursachter Schäden über eine mindestens 2-jährige Garantie.

3      LERNAKTIVITÄTEN & LERNPLATTFORM

Wie lerne ich mit den Geräten umzugehen?

Alle Projektbeteiligten stehen in den nächsten Monaten vor einer intensiven Lernkurve. Das gemeinsame Erleben und der Austausch im Rahmen dieser Lernkurve ist ein wichtiger Bestandteil des Projekts. Dabei werden Lernaktivitäten seitens des EduMakerspace Favoriten-Teams erstellt und gestaltet, aber auch am Projekt beteiligte Lehrende können sich an der Gestaltung und Abhaltung von Lernaktivitäten beteiligen und eine zentrale Rolle einnehmen.

Das Team des EduMakerSpace Favoriten unterstützt darüber hinaus die Schulen bei ersten Schritten, und stellt einen Rahmen zur Verfügung,  in welchem gemeinsam Geräte zusammengebaut werden können.

 

Wer kann an den Lernaktivitäten teilnehmen?

An den Lernaktivitäten können primär die Beteiligten des Projektes (Kernteam der Schule) teilnehmen, fallweise ist es nach Absprache mit dem EduMakerspace Favoriten-Team auch möglich, Projektpartner*innen und Kolleg*innen einzuladen.

 

Wie kann ich mit Schülerinnen und Schülern arbeiten? Wird es Arbeitsmaterial geben?

Ein Grundstock an Projektideen und Anleitungen sowie die Möglichkeit, einschlägige Workshops zu buchen werden von EduMakerspace Favoriten angeboten. Weiters verfügt die Maker-Community über zahlreiche Internet-Datenbanken und -quellen, von welchen Projektideen übernommen werden können und es wird im Besonderen nahegelegt, gut funktionierende Projekte im Netzwerk miteinander zu teilen!

Ein Grundstock an Projektideen und Anleitungen sowie die Möglichkeit, einschlägige Workshops zu buchen werden von EduMakerspace Favoriten angeboten. Weiters verfügt die Maker-Community über zahlreiche Internet-Datenbanken und -quellen, von welchen Projektideen übernommen werden können und es wird im Besonderen nahegelegt, gut funktionierende Projekte im Netzwerk miteinander zu teilen!